Allez au contenu Allez à la navigation

Das Rathaus

Das Rathaus

Das Rathaus wurde von der Stadt Verdun am 18. November 1737 für einen Preis von 18.000 Pfund erworben. Es weist eine wirklich eindrucksvolle Architektur auf und beheimatet zudem das Kriegsmuseum („Musée de Guerre“), das sich ausschließlich dem Thema des Ersten Weltkrieges widmet.

Architektur

Der Glockenturm

Gleich hinter dem Eingangstor des Rathauses entdeckt man den Hof, der mit einem typischen Louis XIII – Stil aufwartet. Der Hof umfasst u. a. einen Hauptkörper, der an der Spitze von einem Glockenturm und zwei Flügeln geschmückt wird.

Auf dem Fronton des Hauptkörpers sind zwei Daten vermerkt:

  • 1623: Datum des Abschlusses der Bauarbeiten des Gebäudes
  • 1898: Datum des Abschlusses der Wiederaufbauarbeiten des Gebäudes nach dem schweren Brand vom 12. September 1894.

Im hinteren Teil des Rathauses befinden sich eine doppelte Treppe mit Balustrade und Gärten, in denen man 4 Ehrenkanonen bewundern kann. Diese Kanonen tragen die Bezeichnungen „La Marie“, „Le Barbu“, „La Livie“ und „Le Berceau“. Sie wurden der Stadt Verdun am 23. November 1873 als Geschenk überreicht, um den Mut der Verduner während der 81-tägigen Besetzung im Jahre 1870 zu ehren.

Das Kriegsmuseum („Musée de Guerre“)

Das Kriegsmuseum

Im Jahre 1925 forderte der Abgeordnete und Bürgermeister Député-Maire Victor Schleiter die Erschaffung einer Stätte, in der mit dem Ersten Weltkrieg verbundene Dokumente aufbewahrt und ausgestellt werden sollten. Hierdurch entstand das Kriegsmuseum, das insgesamt 3 Säle umfasst. In der Mitte des Museums befindet sich der Auszeichnungssaal („Salle des décorations“), in dem acht Medaillen ausgestellt werden, die einst von Raymond Poincaré ausgegeben wurden. Desweiteren kann man hier weitere, bis 1929 ausgehändigte Medaillen und die Ordensdekoration „Croix de Guerre 1939 – 1945“ betrachten. Dank dieser Medaillen und Auszeichnungen gilt die Stadt Verdun mit insgesamt 28 Medaillen in ganz Frankreich als die am meisten ausgezeichnete Stadt.

Auf einer der Seiten des Museums befindet sich der Saal „Salle de Verdun, ville détruite, et des généraux français“ (dt. Saal der zerstörten Stadt Verdun und der französischen Generäle), in dem bespielsweise Bildaufnahmen der Zerstörungen und Objekte ausgestellt werden, die einst wichtigen, militärischen Persönlichkeiten gehörten. Auf der anderen Seite befindet sich der Saal „Salle du Livre d’Or et des villages détruits“ (dt. Saal des Goldenen Buches und der zerstörten Ortschaften), in dem die Goldenen Bücher der einstigen Soldaten von Verdun sowie die Diplome und die Ordensdekorationen „Croix de Guerre“ von einst zerstörten Ortschaften ausgestellt werden, die sich in der „Zone Rouge“ (dt. Rote bzw. verbotene Zone, wegen immer noch im Boden vorhandener Sprengkörper) befinden.