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Die Kapelle Saint Nicolas

Die Kapelle Saint Nicolas („Chapelle Saint Nicolas“), auch „Chapelle Buvignier“ genannt

Dieses im Jahre 2007 restaurierte Bauwerk befindet sich an der Kreuzung der Straßen St Pierre und Mazel. Es wirkt eindrucksvoll und majestätisch zugleich. Diese mittlerweile entweihte, ehemalige Kirche gehört zu den Vorzeigestücken des Verduner Kulturerbes.

Ursprung

Der jesuitische Architekt René Maugrain baute die Kapelle zwischen 1731 und 1735.

Die Kapelle war von Anfang an Teil des Jesuitenkollegs, das 1570 von Bischof Nicolas Psaume gegründet wurde (nunmehr trägt es die Bezeichnung „Collège Buvignier“, worauf auch die Bezeichnung „Chapelle Buvignier“ zurückzuführen ist). In dieser Kirche wurden auch die Gottesdienste der Jesuiten-Ordensbrüder zelebriert. Zudem wurde hier das Herz des im Jahre 1575 verstorbenen Nicolas Psaume aufbewahrt. Die sterblichen Überreste von Nicolas Psaume wurden 1990 schließlich in die Kathdrale von Verdun anlässlich des 1000. Jahrestages der Errichtung dieser Kathedrale umgebettet.

Die Kapelle verdankt ihren Namen der ersten, hier errichteten Kirche, die zum Hospital St-Nicolas de Gravière gehörte.

Architektonischer Stil

Die Architektur und die Einrichtung der Kapelle unterliegen zwei wesentlichen Einflüssen. Zunächst einmal handelte es sich hierbei um die lothringische, traditionelle Errichtung von Kirchenhallen. Bei diesem Baustil wurden die Innenbereiche durch Seitenschiffe, die genauso hoch wie das Mittelhalle konzipiert sowie durch hohe Fensterwände vergrößert wurden, einheitlich gestaltet.
Der zweite Einfluss kann auf die religiöse Architektur des 17. Jahrhunderts zurückgeführt werden. In dieser Zeit legten die Jesuiten großen Wert auf eine klassische Aufteilung der Bauwerke mit umfangreichen Einrichtungsgegenständen.
Beispiel: Die antik aussehenden Säulen, die das Gewölbe und die Lisenen an der Fassade stützen und von ionisch angeordneten, mit pflanzlichen Motiven geschmückten Säulenköpfen gekrönt werden.

Der Fronton der Kapelle Buvignier
Bauliche Überreste aus der Kriegszeit

Die Spuren der Bombardierungen des Ersten Weltkrieges sind auch heute noch deutlich auf der ursprünglichen Fassade dieses Bauwerkes erkennbar. Diese Beschädigungen wurden gewollt nicht beseitigt, da es sich hierbei um Zeitzeugen der geschichtlichen Vergangenheit dieses Monumentes handelt. Eine Entfernung dieser Beschädigungen würde die Authentizität dieser Kapelle deutlich beeinträchtigen.